Oldtimertorte

Vor einer Weile bat mich mein lieber Vater, eine passende Torte für die Geburtstagsfeier eines Oldtimerfans zu backen. Am Liebsten ein lustiges altes Auto, das ungefähr wie ein Riley aussehen würde. Um herauszufinden, was ein Riley ist, musste ich mich bei Herrn Google schlau machen und dachte mir dann, nach einer intensiven Bildsuche, dass die schicke Sportvariante des Rileys gar nicht so schwierig von der Form her wäre, um eine halbwegs erkennbare Torte zu machen.

Da ich mich noch nie an so eine ausgefallene Kuchenform herangewagt hatte, musste ich unbedingt einen Testlauf machen, bevor ich das Vertrauen hatte, den tatsächlichen Kuchen halbwegs gut hinzubekommen. Mein Testkuchen war zwar recht schlicht und nur oberflächlich ausgeführt, jedoch habe ich einige Stunden Arbeit darin investiert. So wusste ich dann schließlich auch, wie viel Zeit ich ungefähr für die Geburtstagstorte aufwenden musste.

Als es dann soweit war, den Basiskuchen für die tatsächliche Geburtstagstorte zu machen, hatte ich den Plan, aus einem in einer Kastenform gebackenen Kuchen oben ein kleines Viereck für die Sitzbank herauszuschneiden und die Kastenform an einer Seite etwas spitz abzuschneiden.
Ich habe dann aber etwas mehr mit dem Messer an dem Kuchen herumgesägt, sodass eine gute Basisform für mein lustiges Kuchenauto entstanden ist.

Diese Basisform habe ich dann ordentlich mit Ganache eingedeckt und über Nacht im Kühlschrank festwerden lassen.

Leider musste ich den Kuchen an so ziemlich dem heißesten Tag im Juni mit Fondant überziehen und verzieren, was eine einzige Katastrophe war, da mir das Fondant die ganze Zeit an den Händen und prinzipiell überall kleben blieb.

Da das Fondantbasteln eine riesen Klebepartie war, habe ich natürlich auch recht lange für meine Torte gebraucht. Die Stunden habe ich gar nicht gezählt, da ich immer wieder „Auskühlpausen“ einschieben musste.

Irgendwie hat es aber doch geklappt und ich konnte meinen Riley halbwegs so wie ich ihn mir vorgestellt hatte fertigstellen.

Das lustige Oldtimerauto kam dann noch auf einen runden Kuchen, damit die Geburtstagsgesellschaft auch etwas mehr an Kuchen zu knabbern hatte. Ich erfuhr später, dass sich das Geburtstags“kind“ nicht traute, den Oldtimer zu essen und stellte ihn sodann in den Kühlschrank (hoffentlich ist ihm das Fondant nicht davongeronnen, man sollte es nämlich nicht in den Kühlschrank stellen).

Es freut mich sehr, dass die lustige Rileytorte dem Oldtimerfan gefiel. Mich freut es aber umso mehr, dass mein Vater sie mochte, denn es war mir wichtig, etwas Schönes für ihn – als Gastgeschenk – zu machen.

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Ein Kommentar zu “Oldtimertorte

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